Informationen zum Heizwerk

Die Stadt- und Weinbaugemeinde Traismauer mit rund 6000 Einwohnern liegt im unteren Traisental  und ist aufgrund seiner idealen Lage zwischen den Städten Krems, Tulln und St. Pölten „das Tor zum Herzen Niederösterreichs“. Traismauer kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, schon im Nibelungenlied wurde es erwähnt und war bereits dort ein wichtiger Knotenpunkt.

Im Herbst 2015 hat die Stadtgemeinde Traismauer das Projekt zur nachhaltigen Wärmeversorgung für öffentliche Gebäude ausgeschrieben. Die WRS Energie- u. Baumanagement GmbH, ein Unternehmen der WRS-Gruppe, ging bei dieser Ausschreibung als Bestbieter hervor und startete 2016 mit der Projektentwicklung und dessen Umsetzung. Die Errichtung des Biomasseheizwerkes sowie des rund 2.200 m langen Leitungsnetzes erfolgte trotz schwierigster Bedingungen und unter archäologischer Begleitung von August bis Dezember 2017. Ab 01.01.2018 werden rund 35 Abnehmer mit sauberer und umweltschonender Wärme aus dem regionalen Rohstoff Holz versorgt werden können.

Durch die Einbindung ortsansässiger Unternehmen wurde eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung erreicht.
Die Energieversorgung durch die Naturwärme Traismauer ist nachhaltig, preisstabil und ökologisch. Sie leistet dadurch einen erheblichen Beitrag zur langfristigen Energiebilanz durch eine CO2-Einsparung von rund 20.000 t CO2 in einem Zeitraum von 25 Jahren.

Ort

Traismauer / Niederösterreich

Kesselleistung

1 MW

Jährlich produzierte Wärme aus regionalem Waldhackgut

ca. 4.000 MWh

Bauzeit

August bis Dezember 2017

Trassenlänge

ca. 2.200 Trassenmeter

Bruttovolumen Brennstofflager

ca. 2.200 m³

Beginn der Wärmelieferung

01.01.2018

Anzahl der Wärmekunden

rund 35 Kunden

Beitrag zum Umweltschutz

Jährliche Einsparung von rund 800 t CO2 – dies entspricht einem jährlichen CO2 -Ausstoß von rund 270 Einfamilienhäusern

Kurzbeschreibung – Technische Ausführung

Die Wärmebereitstellung der rund 35 Kunden erfolgt mittels einer 1 MW Biomassefeuerung mit hydraulischem Schubboden. Dieser ist darauf ausgelegt, dass das regional vorhandene Hackgut optimal verfeuert werden kann.

Für maximale Versorgungssicherheit bzw. zur Spitzenlastabdeckung stehen weitere 1 MW zur Verfügung. Zur Abdeckung der Leistungsspitzen wurde ein Pufferspeicher in der Heizzentrale installiert.

Sämtliche Kunden sind mittels Visualisierung dargestellt. Über Fernzugriff kann ortsunabhängig auf Kessel-, Netz- und Kundenregelung zugegriffen werden.

Foto: Stadtgemeinde Traismauer

Bürgermeister
Herbert Pfeffer

Unser gemeinsamer Weg in eine nachhaltige Zukunft – fand mit dem Tag der offiziellen Inbetriebnahme des Biomasse-Nahwärmeheizwerkes einen weiteren wichtigen Etappenabschluss. Bereits seit 2010 beschäftigt sich die Stadt intensiv mit Nachhaltigkeit. Dabei stehen Umweltschutz und regionaler Aufschwung im Vordergrund. Für die Stadtgemeinde war es sehr wichtig, dass der zukünftige Betreiber auf regionale Produkte und Partner zurückgreift. Gerade mit der Verwendung von regionaler Biomasse setzt man auf Unabhängigkeit von aktuellen globalen Marktpreisen, unabhängig ob Gas gerade billig oder wieder teurer ist.“

http://www.traismauer.at/